Wie bleibe ich fit in einem tropischen Land?
In unserem Alter ist Fitness ein Thema. In Herrsching ist das relativ einfach zu machen, da man sich in vielen schweißtreibenden Tätigkeiten verlustieren kann. In einem tropischen Land ist das anders. Da muss ich nicht viel tun, um schweißgebadet zu sein. Also wie Kalorien verbrennen ohne Hitzschlag? Hier einige Tipps für Anfänger:
- "Nordic walking" im Einkaufszentrum
Pro: Kühle Umgebung und den Kaffee gibt es an der nächsten Ecke
Kontra: Die Umgebung ist nicht wirklich anregend. - Schwimmen im Swimming Pool
Pro: Einfach zu machen
Kontra: Geht nur in den frühen Morgen- und späten Abendstunden wegen der Sonnenstrahlung, und das Wasser ist nur am frühen Morgen erfrischend - "Lake walk"
Pro: Einfach und schön wegen der fantastischen Umgebung
Kontra: Bringt meinen Kreislauf nicht wirklich in Schwung.
Der Aufstieg zum Maxwell Hill vom Eingang bis zum Gipfel bewältigt ca. 1.000 Höhenmeter. Es gibt mehrere Raststellen und frisches Quellwasser an jeder Kurve. Die Dauer der Tour kann einfach an seine Kondition angepasst werden. Momentan schaffe ich 300 Höhenmeter in ca. 70 Minuten.
Der Weg ist asphaltiert und wird von den Fahrzeugen der Parkverwaltung benutzt. Die Steigung ist ähnlich wie bei uns in den Bergen. Die Herausforderungen sind Hitze, Sonne, Luftfeuchtigkeit und Tiere.
Gegen Hitze und Sonne hilft nur frühes Aufstehen. Der Abmarsch um 7:00 Uhr ist zu empfehlen. Dann kann man mit etwas Glück eine kühle Brise erwischen. Ab 8:00 hilft gegen die Sonne wenig. Die Kombination aus Hitze und Luftfeuchtigkeit kann gefährlich werden, da der Schweiß nicht mehr verdunsten und den Körper kühlen kann. Ist der Körper erst einmal überhitzt, gibt es wenig Hilfe. Das einzige kühlende ist das Quellwasser aus dem Berg.
Sollte man sich entscheiden bis zum Gipfel (1.050m) zu laufen, was ca. 4 Stunden dauert, sollte man vielleicht schon um 6:00 oder früher starten.
Kommen wir zu den Tieren.
Kräftiges Einsprüchen mit Mückenschutz ist zu empfehlen. Wir befinden uns in einem Malaria- und Dengue-Gebiet. Sollte man den Pfad durch den Wald wählen, ist auch mit Blutegeln zu rechnen. Eine Begegnung mit ihnen geht meistens blutig für uns Menschen aus. Ich verzichte auf eine Fotodokumentation.
Am Eingang wartet die Affenbande neugierig auf leichtsinnige Besucher, denen man etwas entwenden könnte. Andere Exemplare aus Brehms Tierleben sind auf den Fotos unten festgehalten. Sie sind eher ungefährlich, können aber dem unerfahrenen Europäer leicht erschrecken.
Die deutsche, romantische Vorstellung von einer Wanderung durch einen ruhigen Wald muss man im Regenwald ablegen. Der Regenwald ist LAUT. Unzählige Zikaden und andere Insekten bilden das Grundrauschen, eine Art Tinnitus. Dann kommen Vögel und am lautesten Affen dazu. Man könnte von einem Affentheater sprechen. Alles zusammen ergibt ein aufregendes Gesamterlebnis, das ich nicht missen möchte.
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| Die Affenbande, etwas schwer zu erkennen auf dem Dach des Autos und der Telefonleitung |
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| Nur für das geübte Auge zu sehen: eine kleine Schlange, ca. 15 cm lang |
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| Noch kleiner: eine haarige Raupe, ca. 8 cm lang |
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| Ein pflanzenfressender Tausendfüßler (millipede), nicht zu verwechseln mit dem fleischfressenden centipede, der giftig ist. |
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| Ankunft an Jause 3 nach 70 Minuten schweißtreibenden Laufens |





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